Anfängerfragen - Eco-Bright? Flexfolie Ja/Nein? Tipps zur Ausrichtung?

  • Hallo zusammen,

    nach langem Überlegen möchte ich nun auch mal ins Thema Shirtbedruckung einsteigen. Wir sind ein kleiner Verein (ca. 12 Personen) und benötigen ca. ein- bis zweimal pro Jahr einen Satz Shirts für "besondere Anlässe". Als leidenschaftliches Bastelkind hab ich das direkt zum Anlass genommen diesen (hoffentlich) spaßigen Part zu übernehmen. Einfache T-Shirts für den Freundeskreis soll den ganzen Spaß noch abrunden.

    Das Preis-Leistungs-Verhältnis steht im Vordergrund. Die Shirts müssen keine 100 Wäschen überstehen – wenn sie nach 15–20 Runden in der Maschine noch ordentlich aussehen, reicht uns das völlig aus.

    Mein Setup

    - Drucker: Epson EcoTank mit Eco-Bright Tinte.
    - Plotter: Cricut Maker 4.
    - Presse: Einsteiger-Presse von AliExpress liegt bereits im Warenkorb

    Das Projekt

    Stand jetzt planen wir mit Baumwoll-Polos und Polyester-Trikots, später vielleicht auch mal eine College-Jacke oder Hoody.

    Brust: Detailliertes, mehrfarbiges Wappen.
    Rücken: Vereinsname und „Sponsor“-Schriftzug.

    Meine Fragen an euch:

    • Flexfolie vs. Print: Macht es Sinn den großen Vereinsnamen auf dem Rücken aus Flexfolie zu plotten? Vertragen sich die beiden Materialien auf einem Shirt (bzgl. Pressdauer/Temperatur)? Wie händelt man diesen Mix aus zwei Technologien am besten auf einem Shirt?
      • Wenn die Idee mit der Flexfolie sinnvoll ist - habt ihr hier günstige, brauchbare Folien die ich besorgen kann?
    • Die „Warenkorb“-Frage: Auf der Einkaufsliste steht aktuell die Eco-Bright Tinte, Siser S-Print und Siser T.T.D. Easy. Was sollte ich noch für den Anfang in den Warenkorb legen, um frustfrei starten zu können?
    • Platzierung: Wie stellt ihr bei 15 Shirts sicher, dass das Wappen und Schriften immer an der exakt gleichen Stelle sitzt? Eine korrekte Ausrichtung wäre mir super wichtig.

    Ich danke euch schonmal recht herzlich! Das war es fürs Erste – ich kann aber nicht versprechen, dass keine weiteren „dummen“ Fragen folgen ;)

  • Puremo May 13, 2026 at 3:33 PM

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  • Hallo und Willkommen :)

    So fängt es immer an und am Ende hat man ein halbes Studio Zuhause stehen oder sogar einen Gewerbeschein in der Tasche. :P
    Das ist wie ein Virus... Ein teures Virus... :D

    Zu deinen Fragen:

    Flexfolie geht eigentlich immer. Auf Polyester Trikots auch ein Klassiker. Hier empfehle ich die Folie "Poli-Flex Turbo". Da kannst du mit relativ wenig Hitze und niedriger Dauer, die Flexfolie auf dein Textil übertragen. Der "Grip" der Folie ist auch recht "fluffig", will sagen, sehr dünn. Es gibt da durchaus auch dickere Folien, die spürt man dann auf der Haut. Das ist eher weniger komfortabel.

    Die Poli-Flex Turbo bekommst du z.B. https://plotterfolie.de/de/poli-flex-turbo-flexfolie.html
    Gerade bei Trikots ist das DIE Folie... aber natürlich funktioniert sie auch tadellos auf Baumwolle.

    Grundsätzlich ist die Pressdauer und Hitze immer Abhängig von der Folie und dem Textil. Das steht aber in der Regel mit dabei.
    Kleiner Hinweis: Nach dem pressen gibt es immer zwei Option: Entweder du kannst die Trägerfolie warm oder kalt abziehen (Meist steht bei den Folien dann "Hot Peel" oder eben "Cold Peel"). Darauf unbedingt achten... weil wenn es Cold Peel ist, muss das ganze erst auskühlen - die Ungeduld ist aber meist größer und du ziehst die Flexfolie mit ab. Ungeil. Hot Peel bedeutet auch meistens eher "warm peel". Also auch hier erst eine halbe Minute auskühlen lassen. Ich reibe gern mit einem Baumwollshirt die Wärme kurz raus und ziehe dann ab.

    Bzgl. Eco Bright kann ich dir nicht weiterhelfen. Ich hab da ein halbes Jahr versucht gute Ergebnisse zu erzielen, dass ist mir aber nie gelungen trotz mehrfacher Kalibrierungen. Andere hier im Forum haben aber Top Ergebnisse erzielen können. Nimm mich hier nicht als Maßstab :D
    Ich mag dir aber dennoch einen Denkanstoß mitgeben:
    Hast du den passenden Drucker schon? Und willst du darüber Hinweis weiter damit arbeiten?
    Weil wenn nicht, lohnt die Investition vermutlich nicht - und du kannst das Geld bei z.B., dtf-king.de "investieren". Hier bekommst du dann hochwertige DTF Drucke deiner Designs, welche du dann nur noch verpressen musst.
    Mit der Eco-Bright Variante wärst du eben flexibler - aber bis sich das im Vergleich zu den bestellten DTFs rechnet müssen viele Designs verpresst werden.
    Aber wenn du da Bock drauf hast, dann lass es dir nicht von mir ausreden und kauf dir den heißen scheiß ;)
    Was du dann vermutlich noch brauchst, ist etwas womit du den Drucker Kalibrieren kannst. Die günstigste Variante (und auch am einfachsten) ist da z.B. Colymp. (https://colymp.com). Ohne das, hast du am Ende z.B. statt grauer Farbe, grüne Farbe. Oder statt rot nur ein Orange. Wenn du einen möglichst guten und farbtreuen Druck haben magst, kommst du jedenfalls nicht um eine Kalibrierung herum.

    Und nun noch zur Platzierung: Damit hab ich mich am Anfang richtig, richtig schwer getan. Auch sehr lange, richtig, richtig schwer getan. Ich stand da stellenweise 15 Minuten vor einem Shirt und hab mit dem Maßband und einem Zollstock angefangen herumzumessen.
    Es gibt Möglichkeiten mit Lasern zu arbeiten, sowas kostet aber ordentlich Geld und lohnt sich meist nur, wenn man hier gewerblich tätig werden möchte (Bei Interesse, such einfach mal nach "Doppelkreuzlaser").

    Meine Tipps:
    Für große Prints, z.B. hinten auf dem Rücken, das Shirt zuvor mittig falten und auf den "Faltknick" drücken. Wenn du das Shirt jetzt aufklappst, ist die Mitte praktisch durch eine Linie sichtbar. Das selbe machst du mit dem Print - Vor dem Pressen, mittig oben und unten leicht falten. Anschließend kannst du es gerade auf der Linie vom Shirt ausrichten - zumindest um die Mitte zu treffen. Bei der Höhe arbeite ich grundsätzlich mit Händen, sprich "meine Finger messen den Abstand". Vier Finger breit, drei Finger breit, usw. Damit kann man sich gut behelfen.
    Es wird schwierig werden, dass alle Shirts identisch werden - man weicht hier immer um einige Millimeter ab. Vielleicht bestellt ihr 1-2 Shirts mehr, als "Probe". Und falls was schief geht, hast du eben direkt Ersatz parat. Da muss man einfach ein Gefühl für entwickeln und den Perfektionismus ablegen (und ja, ich weiß wie schwer das ist :D ).

    Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. Vielleicht findet sich noch jemand, der dir detaillierter bei der Eco Bright Thematik zur Seite stehen kann. :)

    MEIN FUHRPARK

    Textildrucker: Epson XP-970 mit Eco-Bright
    Sublimationsdrucker: Brother SP-1
    Fotodrucker: Epson XP-15000
    Plotter: Cricut Maker 3
    Transferpresse: Cricut Autopress, Vevor 8-in-1
    Tassenpresse: Cricut Mugpress, Vevor Mugpress
    Handpressen: Cricut EasyPress Mini
    Siebdruckmaschine: HDT4000
    Grafiksoftware: Adobe Illustrator, Apple Pixelmator, CorelDraw

  • Hi Benny,

    vielen, vielen Dank für deine schnelle Antwort.

    Flexfolie: Da hab ich schonmal den ersten Anhaltspunkt. Ich glaub ich werde erstmal in ein klassisches Schwarz investieren und danach weiterschauen was man noch so gebrauchen könnte. Der Warenkorb ist auf jeden Fall schonmal befüllt.

    Eco-Bright vs DTF: Das Thema hatte ich mir am Anfang auch überlegt, aber hatte da irgendwie Befürchtung mit Lieferzeit und den Profis die richtige Datei/Layout zu liefern. Ich hab auf Kleinanzeigen einen Ecotank super günstig geschossen (Duplex-Funktion funktioniert nicht mehr, intressiert mich nicht). Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Aber man könnte ja auch mal im Nachgang DTF probieren. Das eine schließt das andere nicht aus.

    Platzierung: Vielen Dank für den Tipp mit dem knicken. Ich glaub das sollte es deutlich vereinfachen. Es muss natürlich nicht zu 100% perfekt sein, aber es sollte schon sehr ähnlich sein. Wenn man teilweise Videos sieht wo einfach nur die Shirts aufgezogen und direkt verpresst werden... entweder da steht jemand an der Presse der viel Erfahrung hat oder es ist dann hinterher doch ein wenig schief ^^

    Ich werde mich jetzt durch den Plotterfolie-Shop wühlen und wieder ein wenig Geld in die Wirtschaft werfen.

    Nochmals vielen Dank. Ich wünsche einen schönen Feiertag.

  • Hallo,

    also ich habe die Ecotinte und bin damit sehr glücklich. Hierzu habe ich einen Epson XP970 mit wiederbefüllbaren Patronen in Betrieb (vom ET15000 würde ich aufgrund persönlicher Erfahrungen dringend abraten!).

    Zum Thema ausrichten gibt es schon einen älteren Beitrag wo ich auch erläutert habe, dass eine Speedgauge recht praktisch ist und die auch ganz leicht selbst herzustellen ist.

    Nandel
    February 3, 2024 at 10:56 AM

    Das gezeichnete Teil habe ich immer noch in Verwendung und ich werde es mir auch noch irgendwann mit meinem 3D-Drucker drucken (wenn ich darin etwas mehr Kenntnisse habe wie jetzt :) ).

    Es gibt auch noch andere Positionierhilfen in verschiedenen Größen (Kinder- und Erwachsene) welche ich bei einem Billigheimer gekauft habe. Auch diese kommen gelegentlich zum Einsatz.

    "Normale" Flexfolien verwende ich gerne einfarbigen Schriftzügen.
    Wenn Du erst anfängst mit einkaufen, würde ich Dir auf alle Fälle den Kauf von Turbofolie empfehlen statt der "normalen".
    Hat den Vorteil, dass Du auch bei nicht so hitzefesten Materialien immer noch eine gute Haftung hinbekommst.

    Herzliche Grüße
    Annette
    __________
    Plotter: Cameo 4 PLUS +Siser Romeo (bei mir "OSCHI" ;) )
    Plottersoftw: Silhouette Studio Prof., Sure cuts a lot Pro
    Drucker f. Ecodruck: Epson ET-15000 ►Epson XP970
    Subli: Epson ET-15000 mit Subliselect-Tinte
    Farblaser: Brother MFC-L2770CDW
    Grafik: (PC): Photoshop + Silhouette Studio Business
    Grafik (Ipad): PROCREATE
    Transferpr.: "7-in-1 China" + Plottix iXpress Pro (38x38cm)
    3D-Drucker: Creality K2 Pro
    Selfmadewoman vom FellNasenShop24.de ;)

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